Rapid-Sturm

1:2 (1:1), Christopher Jäger, 19.200

Die erste Halbzeit begann vielversprechend, Rapid war klar im Vorteil und bestätigte die Überlegenheit auch mit einem herrlichen Tor durch Nicolas Kühn, der gleichzeitig die Bundesliga-Statistik der erfolgreichen Dribblings dieses Spiels klar anführt. Trotz des unglücklichen Ausgleichs nach einem abgefälschten Schuss hatte man insgesamt den Eindruck einer Verbesserung des Mannschaftsgefüges.

Leider drehte sich das Spielgeschehen in der zweiten Halbzeit, das Spiel war zerfahren und von zahlreichen Unterbrechungen geprägt. Man hatte den Eindruck, als würden die Grazer nach Zweikämpfen absichtlich länger liegen bleiben. Aber insgesamt dominierte Sturm und gewann dieses Spiel Schlussphase durch einen diskussionswürdigen Elfer in Führung.

Foul oder Fake-Foul?

Dass die Grazer im Sinne einer Spielverzögerung gerne am Boden liegen geblieben sind, erinnert an das letzte Heimspiel, das 1:1 ausgegangen ist, und bei dem das genau so war.

Vergleicht man das aber mit der Kartenstatistik, hat dabei Rapid mit 6 Verwarnungen einen klaren Vorsprung vor Sturm mit 2 Verwarnungen.

Dazu kommt, dass Rapid in der noch jungen Saison deutlich mehr Verwarnungen, nämlich 2,7 pro Spiel als in irgendeiner früheren Saison, auszuweisen hat. Der Schnitt aller Saisonen seit 2007 ist 2,0.

Elfer oder nicht?

Wir konnten die Szene, die zu dem Elfer geführt hat, nicht so deutlich sehen, doch Thomas Truckesitz hatte einen besseren Überblick und meint in Twitter, dass der Elfer gegen Rapid kein Elfer war und es ein Regelfehler ist, dass in dieser Szene der VAR nicht hat eingreifen können.

Der Auswärtsblock war sehr gut besetzt, ein Anblick, der sich in unserer Liga in dieser Form nicht oft bietet.

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