Hauptversammlung

Es war wie bei einem internationalen Hochrisikospiel. Gleich drei Mal wurden Ausweis, Mitgliedskarte und Eintrittskarte kontrolliert. Schließlich war es geschafft und wir bekamen sehr gute Sitzplätze in den vorderen Reihen. Eine Schnitzelsemmel gabs nicht, dafür eine „Pulled-Pork-Semmel“.

Die strittigen Abstimmungen wurden in Richtung zum Veranstaltungsende verlegt, und es war dann nur mehr ein Bruchteil der anfangs anwesenden Mitglieder im Saal.

Aktive im Interview

Da die Mitgliederversammlung immer um eine halbe Stunde vertagt werden muss, füllte Lukas diese Zeit mit spannenden Interviews. Ferdinand Feldhofer, Christopher Dibon, Max Hofmann und Guido Burgstaller sind aus Bad Tatzmannsdorf angereist, um sich den Mitgliedern vorzustellen. Standing Ovations gab es beim Einzug von Guido Burgstaller.

Hauptversammlung Teil 1

Michael Hatz im Präsidium kooptiert

Wenn jemand in einem Vorstand kooptiert wird, wird dessen Expertise von den Vorstandsmitgliedern noch nicht abgedeckt. Im Falle von Michi Hatz ist es dessen Tätigkeit für die Sportabteilung in Niederösterreich, wo er im Veranstaltungsmanagement und in der Förderung des Nachwuchssports engagiert ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Qualifikation bei der Auswahl von Kooperationsvereinen, dem neuesten Rapid-Projekt, hilfreich ist. Erinnern wir uns, was das Ziel der Kooperationsvereine ist: Es geht sowohl um die Beratung der Partnervereine in der Nachwuchsarbeit, natürlich auch darum, den dortigen Spielern eventuell eine Perspektive bei Rapid zu eröffnen, aber auch, um Rapid in den Partnergemeinden bekannt zu machen und eventuell auch Mitglieder zu gewinnen.

Totengedenken

Man gedachte der Verstorbenen der letzten Zeit; der Prominenten Alfred Körner, Norbert Hof, Otto Baric, Zlatko Krancjar, Ignaz Waldhäusl, Rudi Edlinger, Sergej Mandreko aber auch der vielen Mitglieder, die in einer langen Liste am Bildschirm angezeigt wurden.

Unser Freund Franz „Hinein“ Sitte, von dem Andy schreibt, dass er jetzt noch seine mächtige Stimme im Ohr hat. Immer wenn es einen Corner gab, schallte seine Stimme, verstärkt durch die „Höhle“ zwischen unterem und oberem Rang im Hanappi-Stadion, in die Menge.

Berichte

Berichte des Präsidenten und der Geschäftsführer folgten. In allen Berichten klang auch durch, dass die Corona-Pause eine existenzielle Bedrohung für den „Riesen“ Rapid dargestellt hat. Während deutsche Vereine über ein Vielfaches an Fernsehgeldern verfügen und diese Gelder auch in der Corona-Zeit geflossen sind, bracht bei Rapid die Haupteinnahmequelle, der Spieltag, weg.

Dass dieser Umstand nicht groß öffentlich hinausposaunt wurde, entspricht den Gepflogenheiten in der Wirtschaft. Es hätte sehr negative Auswirkungen auf den Mitgliederstand aber auch auf die Sponsoren gehabt.

Dass trotz Corona 1500 neue Mitglieder geworben werden konnten, mehr als 300 lebenslange Mitglieder, sich 11 neue Fanklubs gründeten, die Rückzahlung des „Rapid-Investor 7“ gesichert ist, eine sehr hohe Auslastung im Business-Club besteht, das „Trainingszentrum powered by Varta“ um 10 Millionen fertiggestellt werden konnte und gleichzeitig das Eigenkapital auf 15 Millionen angewachsen ist, waren nur einige der kaufmännischen Highlights einer schwierigen Zeit.

In einem Extrablock berichtete Christoph Peschek über die enorme Anzahl der“CSR“-Aktivitäten („Corporate Social Responsibility„).

Die Video-Botschaft des Finanzreferenten Stefan Singer enthielt zwar erfreulicherweise keine Zahlen, doch bot der Vortrag nur wenig Information zur finanziellen Lage des Vereins. Verbesserungswürdig!

Schließlich wurde die Rapid-Buchhaltung durch die Kassaprüferin als korrekt bestätigt und das Präsidium durch Abstimmung entlastet.

Im Abschluss sprach Tanja Wehsely (Geschäftsführerin der Volkshilfe) über die gute Zusammenarbeit mit Rapid.

Wir danken an dieser Stelle dem Rapid-Team, allen voran Martin Bruckner, Christoph Peschek und Zoran Barisic für diese enorme Hinwendung zu den Mitgliedern. Es ist ihnen sogar gelungen, Silvia, die sonst nie an irgendwas teilnimmt, zu der Teilnahme am Muttertags-Brunch zu bewegen; und sie freut sich schon auf das nächste Jahr!

Mitgliederversammlung

Wahlkomitee

In der Mitgliederversammlung ging es darum, drei Mitglieder für das Wahlkomitee zu küren. Dieses Wahlkomitee hat eine große Bedeutung bei der Bewertung der Kandidaten von der Neuwahl des Präsidiums im November.

Dazu hat Präsident Bruckner eine organisatorische Änderung verlautbart. Man werde die Hauptversammlung an einem Wochenende in der Pause der WM in Katar ansetzen.

Gewählt wurden Paul Österreicher, Jürgen Hampel und Christopher Neundlinger.

Antrag auf die Schaffung einer Frauenmannschaft

Dieser Antrag wurden von Clara Gallisti (Fanklub „Vorwärts Rapid“) gemeinsam mit etwa 150 weiteren Mitgliedern gestellt und sehr sachlich vorgetragen.

Der Antrag wurde mit einer großen Mehrheit angenommen.

Es gibt bereits Trainingsmöglichkeiten für Mädchen bei Rapid. Das Präsidium wird bis zu Hauptversammlung im Herbst alle Vorarbeiten ausführen und dann präsentieren; etwa die Frage, ob man ein völlig neues Team aufstellt oder eine bereits bestehende Mannschaft „adoptiert“; Neulengbach, der vielfache österreichische Meister scheint nicht uninteressiert zu sein.

Antrag auf Briefwahl

Dieser Antrag wurde von Franz Binder vorgetragen, aber auch von anderen Mitgliedern zur Diskussion vorgeschlagen. Leider artete dieser Vorschlag in ein Bashing aus, weil Franz Binder im Vorfeld in der Boulevard-Presse wenig Rapid-freundliche Artikel verfasst hat. Eines der Gegenargumente, dass Firmen Mitgliedschaften kaufen und dann eine Wahl beeinflussen könnten, wird durch die dreijährige Frist für die Stimmberechtigung ziemlich entkräftet, aber alles das ging in dern Attacken gegen Franz Binder unter.

Der Antrag auf Briefwahl wurden klar abgelehnt.

Weitere Anträge und Anfragen

Es gab noch einen weiteren Antrag, dass der Präsident nicht mitten in einer Saison, sondern zwischen Saisonen gewählt werden soll, doch dieser Antrag dürfte falsch verstanden worden sein und wurde ebenfalls abgelehnt.

Eine Anfrage lautete etwa „Was machen denn die beiden Damen im Präsidium?“. Einerseits wurden beide in Schutz genommen, anderseits antwortete Monisha Kaltenborn sehr klar und durchaus informativ, sodass der Anfrage viel von ihrer Aggression genommen wurde. Es zeigt aber wieder einmal, dass fehlende Information zu einer Unterschätzung von Personen und deren Qualifikation führen kann. Und auch daran kann Corona schuld sein, weil ja gar keine Gelegenheit war, über die eine oder andere Aktivität des Präsidiums zu berichten.

Hauptversammlung Teil 2

Kooptierungen in das Kuratorium

Sieben neue Mitglieder wurden in das Kuratorium nominiert, darunter Renate Anderl (Präsidentin der Arbeiterkammer), Robert Grüneis (Aspern City Research), Günter Kaltenbrunner (Ehrenpräsident).

Ehrenmitglied Erich Haider

Als Bauleiter des Allianz-Stadions und des Trainingszentrums im Prater wurde Erich Haider zum Ehrenmitglied gewählt. Auch Andy Marek, als zuletzt nominiertes Ehrenmitglied war ebenfalls anwesend.

Ehrenpräsident Günter Kaltenbrunner

Kaum zu glauben, dass Günter Kaltenbrunner schon 80 Jahre alt ist. Er wurde ob seiner Verdienste um Rapid zum Ehrenpräsidenten ernannt.

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