Rapid-Austria

1:2 (0:2), 26.000, Schüttengruber

In Hütteldorf ist man gern zu Gast, besonders die Veilchen. Die Spiele gegen den WAC und eben auch das heutige Spiel waren in der Dramaturgie nicht unähnlich, denn der Gegner ging rasch und entschlossen in Führung, überfallsartig könnte man fast sagen, und für Rapid blieb nur Ergebniskosmetik.

Auch in Innsbruck konnte man in der ersten Halbzeit Rapid nur gutschreiben, dass man es geschafft hat, die Wattener Angriffe abzufangen, aber seitens Rapid war da nicht viel Initiative.

„Die verflixte erste Halbzeit“, könnte man sagen.

Nicht von ungefähr ist Rapid in der Heimtabelle auf Platz 9 und in der Auswärtstabelle auf Platz 3 und – nach meiner Ansicht – sind wir, die Zuschauer, mit in der Pflicht. Wir sollten Niederlagen so ignorieren wie das auch unsere Stadionsprecher tun: Jubel bei Toren und Siegen, Funkstille bei Gegentoren und Niederlagen. Aber keine Verurteilung im Stile des Urteils über die römischen Gladiatoren. Die Heimschwäche ist vielleicht nicht nur Zufall, sondern drückt geradezu eine Lähmung der Akteure vor dem (kritischen) Heimpublikum aus.

Ambiente

Von der Choreografie des Blocks muss man sich distanzieren. Rapid-Anhänger „sind nicht so“.

Das Bild sagt doch: „es ist unsere Art, mit unfairen Mitteln zu spielen“ – beim Spiel und auch sonst. Man fragt sich, warum der Medieninhaber, der Verein Rapid, ein so unsportliches Sujet zur Veröffentlichung freigibt. Aber der Verein schweigt wie bei vielen anderen Anlassfällen auch. Statt beim Eindringen des Mobs in die Geschäftsstelle die Polizei zu rufen, weicht man der Gewalt und tritt zurück.

Die Aktionen des Blocks gleichen einem Ablasshandel im Sinne von: Wir tun vordergründig Gutes (Wir schaffen die beste Kulisse in Österreich, wir sammeln für Wiener-helfen-Wienern), um im Schutz des Vereins unseren illegalen Neigungen nachgehen zu können (Gewaltbereitschaft, Sachbeschädigungen, Drogen, Nötigung, Hausfriedensbruch…)

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